Seit Januar gibt es eine neue Fachstelle im Erzbischöflichen Seelsorgeamt: die Fachstelle Freiwilligendienste/Friedensdienste. Sie ist aus den beiden Referaten Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende/Friedensdienste und FSJ – Freiwilliges Soziales Jahr hervorgegangen.

Junge Leute engagieren sich

Freiwilligendienste im Erzbistum: Eine neue Fachstelle im Seelsorgeamt

Wer kümmert sich um junge Menschen, die sich freiwillig sozial engagieren und ein paar Monate oder ein Jahr ihres Lebens in den Dienst am Nächsten stellen wollen? Kirchlicherseits gab es in der Vergangenheit auch im Erzbistum Freiburg verschiedene Anlaufstellen. Im Erzbischöflichen Ordinariat bot beispielsweise das Referat Weltkirche in den Jahren 1989–2000 im Rahmen der Partnerschaft mit Peru jungen Erwachsenen die Möglichkeit an, für ein Jahr als „Voluntario“ (Freiwilliger) in das südamerikanische Land zu gehen. Für junge Männer, die den Kriegsdienst verweigerten, Zivildienst leisteten, war bisher das Referat Kriegsdienstverweigerer und Zivildienstleistende/Friedensdienste im Erzbischöflichen Seelsorgeamt der Ansprechpartner. Junge Frauen und Männer dagegen, die ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (FSJ) machen wollten, konnten sich im selben Haus an das gleichnamige Referat wenden.
Nicht ganz einfach zu durchschauen für jemanden, der sich sozial engagieren will, aber nicht genau weiß, wie oder wo er das machen kann und an wen er sich wenden soll. Um hierbei die Orientierung zu erleichtern und ein effizienteres Arbeiten zu ermöglichen, hat man die Aufgaben dieser beiden Referate in Freiburg nun an einer neuen Stelle gebündelt: an der Fachstelle Freiwilligen-/Friedensdienste.
Eine der Aufgaben, die sich die neu gegründete Fachstelle unter der Leitung von Rosemarie Rimpf vorgenommen hat, ist es, ab dem Sommer 2002 das Voluntario-Programm mit neuen Freiwilligen wieder aufzunehmen. Es soll ihnen ermöglichen, in einer peruanischen Pfarrgemeinde beispielsweise in der Katechese oder Betreuung von Jugendlichen zu arbeiten. Zusammen mit dem Diözesan-Caritasverband will man außerdem kurzfristige Freiwilligendienste entwickeln und einrichten. Diese Dienste sollen vier bis sechs Monate dauern und in sozialen Einrichtungen der Diözese abgeleistet werden. Auch ist das Referat noch auf der Suche nach Stellen, bei denen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr gemacht werden kann, wie Michael Rodiger-Leupolz – neben Gabriele Fuchs-Bechinger einer der beiden neuen Mitarbeiter von Rosemarie Rimpf – zu berichten weiß. Denn junge Leute wollen sich nach wie vor engagieren – auf vielfältige Art und Weise.

Markus Weber