„Mutmachanlage“ mit symbolischem Wert

Katholische Akademie nimmt Fotovoltaikanlage in Betrieb / Teil des Umweltkonzeptes

Eine 40 Quadratmeter große Fotovoltaikanlage hat die Freiburger Katholische Akademie in Betrieb genommen. Damit hat die Bildungseinrichtung einen weiteren Schritt ihres Umweltkonzeptes umgesetzt. Dank der Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Freiburger EnergieversorgungsAG (FEW) wurde die Anlage kurz vor Weihnachten von der Firma Elektro-Schillinger installiert.

Nach Angaben der an dem Projekt beteiligten „Energieagentur Regio Freiburg“ vermeidet die Bildungseinrichtung am Freiburger Schlossberg durch die Anlage einen Kohlendioxid-Ausstoß von jährlich 2,2 Tonnen. Mit den pro Jahr produzierten rund 3000 Kilowattstunden Strom könne ein Drei-Personen-Haushalt auskommen.
Die Umweltbeauftragte der Akademie, Hanna Lehmann, bezeichnet die Installation als „Demonstrations- und Mutmachanlage“ mit symbolischem Wert. Sie solle Gemeinden und andere kirchliche Einrichtungen anregen, das Förderprogramm der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) für kirchliche Gebäude in Anspruch zu nehmen: „Wir wollen Beispiel sein für andere kirchliche Träger und Gemeinden und sie anregen, es uns nachzumachen. Die DBU hat ihr Förderprogramm für dieses Jahr noch einmal aufgestockt. Interessenten können sich gerne bei uns informieren.“ Neben der DBU haben auch die Erzdiözese Freiburg und die Freiburger EnergieversorgungsAG (FEW) die 58 000 Mark teure Anlage bezuschusst. „Es ist gelungen, innerhalb weniger Wochen die Zuschuss-Anträge, die Beschlussfassung im Hause, die Beauftragung der Handwerker und den Aufbau der Anlage abzuwickeln. Das war Rekordzeit!“ freut sich der Direktor der Akademie, Ludwig Wenzler, und bedankt sich bei allen Projektbeteiligten. „Deshalb haben wir auch noch die höheren Zuschüsse der FEW bekommen, die seit 1. Januar 2001 gekürzt wurden. Ein besonderer Dank geht an die DBU, die mit ihrem Zuschuss den Bau der Anlage erst ermöglicht hat. Und besonders freut es uns, dass auch die Erzdiözese aus dem „Förderprogramm Erneuerbare Energien“ einen finanziellen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.“
Die Installation der Solarzellen auf dem Flachdach des Gebäudes ist Teil eines Konzepts, das das Bildungshaus seit mehreren Jahren verfolgt. Zur ökologischen Ausrichtung des Unternehmens hat man sich in Freiburg bereits im Jahr 1998 mit der Verabschiedung einer Umwelterklärung verpflichtet. Somit war die Akademie das erste kirchliche Unternehmen, das sich im Rahmen eines Öko-Audits zertifizieren ließ.
Deutlich wird die umweltschonende Ausrichtung der Akademie nicht nur an der Solaranlage. Auch das schon bestehende Blockheizkraftwerk und die neu geplante Regenwassernutzungsanlage zeugen davon, dass hier das Wort von der „Schöpfung bewahren“ in die Tat umgesetzt wird. Doch „die Solaranlage ist das Tüpfelchen auf dem i“, erläutert Monika Rappenecker, die Geschäftsführerin der Akademie. „Mit ihr wird unser Bemühen um den Klimaschutz nun auch nach außen am Gebäude sichtbar!“
In der Umsetzung der Maßnahmen im Energiebereich wird die Akademie von der „Energieagentur Regio Freiburg“ begleitet. „Wir haben das Konzept ausgearbeitet und die Antragstellung vorbereitet“, so ihr Geschäftsführer, Rainer Schüle. „Geplant ist jetzt noch die Installation einer Anzeigentafel, die den Mitarbeitern und Besuchern die aktuellen Solarerträge und Klimaschutzeffekte ansprechend vor Augen führt.“

Markus Weber