Die Partnerschaftsfamilie feiert
Rastatt: Treffen der Peru-Kreise im kleinen Jubiläumsjahr
Zu einem besonders fröhlichen Treffen ist die diözesane Partnerschaftsfamilie diesmal in Rastatt zusammengekommen. Anlass war das kleine Jubiläum: das 15-jährige Bestehen der Partnerschaft. Die Festwoche schließt am Sonntag mit einem Pontifikalamt im Freiburger Münster sowie einem Empfang in der Domsingschule.
Ein Jubiläum hat etwas mit jubeln
zu tun. Und auch wenn die 15 Jahre der Partnerschaft zwischen der
Erzdiözese Freiburg und der Kirche in Peru noch keine ganz große
Zahl sind: die Stimmung beim alljährlichen Treffen der
Partnerschaftsfamilie war diesmal besonders fröhlich.
Zu dieser Atmosphäre hat sicherlich die Rekordteilnehmerzahl von
gut 200 Personen aus den Perukreisen beigetragen. Außerdem gaben
die prominenten Gäste der Zusammenkunft einen besonderen Akzent.
Allen voran war dies Bischof Luis Bambarén, der Vorsitzende der
peruanischen Bischofskonferenz ein treuer und zuverlässiger
Freund, wie Oskar Saier sagte. Neben dem Freiburger
Erzbischof hatte auch Jürgen Huber von der Partnerschaftsstelle
in Lima das Jubiläumsjahr zum Anlass genommen, wieder einmal in
Rastatt dabei zu sein.
Vor allem sind solche Jubiläumsveranstaltungen ja immer eine
gute Gelegenheit, innezuhalten und auf das Geleistete zurückzublicken.
In Rastatt übernahm diese Aufgabe Erzbischof Saier. Er machte
deutlich, wie bemerkenswert das ist, was in den vergangenen 15
Jahren wachsen konnte. Rund 150 Pfarrgemeinden stehen derzeit in
persönlichem Kontakt nach Peru. Man denkt aneinander, betet für-
und miteinander, besucht sich bisweilen und irgendwo hat
auch die Unterstützung der Freunde in Peru ihren Platz. Dass so
eine Verbindung gelungen ist, darauf könne man stolz sein, erklärte
Erzbischof Saier. Und dieses Bewusstsein, an einer wohl
einzigartigen Form weltkirchlicher Verbundenheit teilzuhaben, förderte
die Feststimmung sicher entscheidend.
Natürlich wurde in Rastatt nicht nur gefeiert. Es gab handfeste
inhaltliche Informationen. So schilderte etwa Luis Bambarén die
angespannte politische Situation in Peru sowie das Engagement der
Kirche gegen die moralische Krise des Landes. Jürgen
Huber erzählte von der peruanischen Wahrnehmung der
Partnerschaft. Und am Nachmittag tauschten die Vertreter der
Partnergemeinden ihre Erfahrungen aus.
Doch letztlich war es ein Freudentag. Den Anstoß dazu hatte
Erzbischof Oskar Saier gegeben. Er dankte zunächst den, wie er
sagte, Stützen der Partnerschaft: angefangen bei den
Gründervätern Kardinal Juan Landázuri Ricketts und
Domkapitular Wolfgang Zwingmann, weiter über Bischof Luciano
Metzinger sowie Kardinal Augusto Vargas Alzamora, bis hin zur
aktuellen Mannschaft des Referats Weltkirche: Domkapitular
Wolfgang Sauer, Thomas Belke und Birgit Huber.
Erzbischof Saiers Beitrag zum Jubiläum geriet zu einem wunderbaren
historischen Roman (Luis Bambarén): in erster Linie durch
die lockere Schilderung seiner Erlebnisse mit dem Partnerland.
Als er etwa von seiner Mühe mit spanischen Zungenbrechern
berichtete oder von seinen Erfahrungen mit der Höhenkrankheit.
Die wichtigste Erkenntnis behielt sich Saier für den Schluss zurück.
Ich habe als Bischof viele Anregungen von unseren
peruanischen Freunden erhalten, sagte der Erzbischof. Dass
diese gegenseitige Bereicherung immer wieder geschehe, davon
solle man mutig der jungen Generation erzählen, wünschte sich
Saier.
Stephan Langer
Hinweis: Am Sonntag, 6. Mai, wird
Erzbischof Oskar Saier, zusammen mit Bischof Luis Bambarén im
Freiburger Münster ein Pontifikalamt feiern. Zu dem Gottesdienst
um 10.00 Uhr und dem anschließenden Festakt in der Domsingschule
lädt die Erzdiözese die Öffentlichkeit ein.